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Fördermöglichkeiten für Defence & Sicherheitstechnologien

Für Forschung, Entwicklung, Innovation und den Aufbau technologischer und industrieller Kapazitäten existieren unterschiedliche nationale und europäische Förderinstrumente. Welches Programm infrage kommt, hängt von Technologie, Entwicklungsstand, Unternehmen, Projektstruktur, Partnern und geplanter Anwendung ab.

Finanzierungsinstrumente

European Defence Fund (EDF)

Das zentrale EU-Instrument für Forschung und Entwicklung im Verteidigungsbereich. Einordnung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sowie europäischen Kooperationsprojekten.

Defence Innovation

Programme und Initiativen für innovative Unternehmen, Start-ups, KMU und neue Technologien.

Nationale Innovationsförderung

Prüfung geeigneter deutscher Forschungs- und Entwicklungsprogramme, insbesondere bei Technologien mit zivilen und sicherheitsrelevanten Anwendungsmöglichkeiten.

Investitionsförderung

Prüfung regionaler und nationaler Möglichkeiten für Investitionen, Technologieentwicklung und den Aufbau neuer Kapazitäten.

Vergleich

Programme auf einen Blick

ProgrammEbeneReifegradAntragstellerFörderquote
European Defence Fund (EDF)EUTRL 2–7Konsortium (≥ 3 Länder)bis 100 % / 80 %
EUDISEUTRL 3–6Start-ups & KMUprogrammabhängig
AGILEEUTRL 5–7KMU, Mid-Capsprogrammabhängig
EIC AcceleratorEUTRL 5–8Einzelunternehmen (KMU)Zuschuss + Beteiligung
Horizon Europe (Cluster 3)EUTRL 3–7Konsortiumbis 100 %
NATO DIANANATOTRL 3–6Start-upsChallenge-Programm
Sicherheitsforschung des BundesDETRL 3–6Verbund aus Wirtschaft & Forschungprojektabhängig

Richtwerte zur Orientierung – maßgeblich sind die jeweiligen Ausschreibungen.

Programmübersicht

Relevante Förderprogramme im Überblick

Die folgenden Programme und Initiativen können für Unternehmen mit sicherheitsrelevanten und Dual-Use-Technologien von Interesse sein.

European Defence Fund (EDF)

Das zentrale EU-Instrument für Forschung und Entwicklung im Verteidigungsbereich mit einem Budget von über einer Milliarde Euro pro Jahr.

  • Gefördert werden Konsortien aus Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen, in der Regel aus mindestens drei EU- oder assoziierten Ländern.
  • Frühe Forschung (TRL 2–4) wird mit bis zu 100 % gefördert, spätere Entwicklung (TRL 5–7) mit bis zu 80 %.
  • Förderfähig sind Studien, Demonstratoren, Technologietests, Infrastruktur und Zertifizierungen.
  • Themenfelder: KI und Robotik, Cybersicherheit, Sensorik, Raumfahrt, Quantentechnologie, Kommunikation, Materialien, Energieeffizienz sowie Schutz- und Mobilitätssysteme.

EUDIS – Einstieg für KMU und Start-ups

Das European Defence Innovation Scheme bietet innerhalb des EDF einen eigenen Innovationspfad mit niedrigeren Einstiegshürden.

  • Challenges, Accelerator-Programme, Konzeptstudien und eigene KMU-Ausschreibungen mit vereinfachtem Zugang.
  • Besonders geeignet für Unternehmen, die erstmals in den Verteidigungsmarkt einsteigen.

AGILE – schnelle Förderung

Keine Zeit verlieren – Projektstart schon vor der Bewilligung.

  • Anders als bei den meisten Förderprogrammen müssen Sie bei AGILE nicht auf den Bescheid warten. Sie können Ihr Projekt bereits vor der Bewilligung starten.
  • Kosten, die kurz vor dem Ende der Einreichungsfrist entstehen, sollen rückwirkend förderfähig sein.
  • Wichtig: Bei einer Ablehnung tragen Sie die Vorlaufkosten selbst. Die genauen Regeln legt die EU zum Programmstart fest, voraussichtlich Anfang 2027.
  • Wir prüfen mit Ihnen, ob sich ein früher Start für Ihr Vorhaben lohnt.

EIC – Dual-Use und Defence

Der European Innovation Council hat sich 2026 erstmals für Verteidigungs- und Dual-Use-Technologien geöffnet.

  • EIC Accelerator und STEP Scale Up fördern Start-ups und KMU mit Dual-Use-Technologien, etwa in KI, Quantentechnologie, Robotik oder neuen Werkstoffen.
  • Zuschüsse bis 2,5 Mio. € und Beteiligungen bis 30 Mio. €.
  • Eigener Call STEP Scale Up Defence für reine Verteidigungsanwendungen.
  • Dual-Use erfordert ein glaubwürdiges Geschäftsmodell mit zivilen und verteidigungsbezogenen Nachfragen.

Horizon Europe

Forschungsprogramme, etwa zur zivilen Sicherheitsforschung, bleiben auf zivile Anwendungen beschränkt.

  • Für Dual-Use-Vorhaben ist eine saubere Abgrenzung zwischen zivilem und sicherheitsrelevantem Teil entscheidend.

NATO DIANA

Accelerator-Programm für Dual-Use-Innovationen.

  • Unternehmen bewerben sich auf thematische Challenges und erhalten Förderung, Zugang zu Testzentren und Kontakt zu potenziellen Anwendern in den Bündnisstaaten.

Zivile Sicherheitsforschung des Bundes

Förderung von Verbundprojekten zu Schutz kritischer Infrastrukturen, Krisenmanagement und Resilienz.

Eine Förderfähigkeit oder Förderhöhe lässt sich erst nach individueller Prüfung des konkreten Vorhabens beurteilen. Die genannten Programme und Themen stellen keine Förderzusage dar.

Fördermöglichkeiten prüfen

Wir prüfen, welche Programme für Ihr konkretes Vorhaben grundsätzlich infrage kommen.

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